SPD Stadt Östringen

Östringen/Odenheim/Tiefenbach/Eichelberg

Willkommen auf unserer Homepage

Als Ortsvereinsvorsitzende begrüßen wir Sie ganz herzlich!

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns im Internet besuchen.

Informieren Sie sich über unsere Akteure und Aktivitäten in unserem Ortsvereinen sowie dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten. Sie finden hier aber auch aktuelle Themen auf den weiteren Politikebenen der Kreis-, Landes-, Bundes- und Europapolitik.

Politik heißt für uns Sozialdemokraten Zukunft gestalten. Und entsprechend unserem Grundverständnis von Politik wollen wir das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, gemeinsam mit Ihnen, tun. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie uns ansprechen und Anregungen geben.

Franziska Hamann & Birgit Michaelsen

Wir suchen Sie! Ja, genau Sie!

"Die Gemeinde ist wichtiger als der Staat, und das Wichtigste in der Gemeinde sind die Bürger" (Theodor Heuss).

Kommunalpolitik ist der Raum, in dem Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensumgebung teilnehmen und direkten Einfluss ausüben können. Hier geht es unter anderem um Schulen und Kitas, Straßen und Infrastruktur, Handel und Gewerbe, öffentlichen Nahverkehr und lokalen Klimaschutz.

Das politische Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist das Herzstück einer funktionierenden Demokratie. Diese ist keine Selbstverständlichkeit. Unsere Gesellschaft kann nur gedeihen, wenn wir uns gemeinsam für eine lebendige und demokratische Kommunalpolitik einsetzen. Überlassen wir auch in den Kommunen nicht den radikalen und extremistischen Kräften das Feld.

Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger in Östringen, Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg auf: Werden Sie aktiv! Kandidieren Sie für den Gemeinde- und Ortschaftsrat! Jede Stimme für einen demokratischen Kandidaten oder eine Kandidatin ist eine weniger für radikale Gruppierungen. Verteidigen Sie unsere Demokratie auch durch Ihren eigenen Einsatz!

Bei Interesse oder Fragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Winterfeier 2024

Zu ihrer ersten gemeinsamen Winterfeier nach der Fusion trafen sich die Mitglieder des Ortsvereins am 19. Januar im Odenheimer „Ochsen“. Prominenter Gast des Abends war der Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg, Daniel Born.

Nach der Begrüßung und einem Rückblick auf das vergangene Jahr stimmten die beiden Vorsitzenden Birgit Michaelsen und Franziska Hamann die Anwesenden auf das neue Jahr ein, dass ganz im Zeichen der Kommunal- und Europawahl am 9. Juni steht.

Das griff auch Daniel Born in seiner Rede auf. Er erinnerte an 75 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik und den sozialdemokratischen Wert der Solidarität. Und er machte klar, dass kein Land der Welt für sich allein existieren könne. Die Probleme des 21. Jahrhunderts machen nicht an Ländergrenzen Halt und sind nur gemeinsam in Europa und weltweit zu lösen. Das gilt für gesundheitliche Bedrohungen ebenso wie für die Wirtschaft, den Klimawandel und die Sicherheitspolitik. Born betonte die Wechselwirkung zwischen Europa und den Kommunen und rief dazu auf, sich in den Gemeindeparlamenten zu engagieren. Nur mit starken demokratischen Kräften gäbe es ein lebenswertes Miteinander für alle.

Eine besondere Freude war es, dass die beiden Vorsitzenden den Genossen Herrmann Schäfer für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD ehren konnten. Daniel Born verlas den Text der Urkunde, Franziska steckte dem Jubilar die Ehrennadel an und Birgit überreichte ein flüssiges Präsent.

Gabriele Pichlau als Kassiererin dankte den beiden Vorsitzenden für die Arbeit und das Engagement im vergangenen Jahr, dass durch die Vorbereitung der Fusion der beiden Ortsvereine viel Zeit und Überzeugungskraft gekostet hat. Als Anerkennung überreichte Gabriele jeweils eine rote Topfpflanze.

Danach begann der gemütliche Teil des Abends. Das Team des Ochsen verwöhnte die Gäste mit leckerem Essen und Getränken. Und dann kam vor allem für die anwesenden Kinder der Höhepunkt: das Wichteln! Die mitgebrachten Geschenke warteten verpackt darauf, einen neuen Besitzer zu finden. Es war noch einmal wie Weihnachten: auspacken, staunen, lachen, freuen und ggf. tauschen.

Mit angeregten Gesprächen in fröhlicher Runde endete der Abend.

Vortrag Rechtsextremismus

Einen hochinteressanten Vortrag zum Thema Rechtsextremismus hielt kürzlich Oliver Schael von der Friedrich-Ebert-Stiftung auf Einladung der SPD Östringen. Schael beleuchtete die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945, die sich von der anderer europäischer Staaten unterschied. Viele Nazis konnten in Justiz und Verwaltung, aber auch im Schuldienst ihre Tätigkeit ungehindert fortsetzen. Zunächst jedoch erklärte Schael, durch welche Kriterien sich Rechtsextremismus auszeichnet und definierte sie als „Weltanschauung der Abwertung“ und „antimoderne Bewegung“, die viele soziale Errungenschaften des 20. und 21. Jahrhunderts wieder abschaffen will, unter anderem den Mindestlohn, aber auch Frauenrechte. Die Abwertung bezieht sich auf andere Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und sexuelle Orientierungen.

Die „Neue Rechte“ rekrutiert sich häufig aus der Intelligenzia, distanziert sich vom radikalen Nationalsozialismus und zeigt nach außen eine bürgerliche Fassade, auch in Bezug auf ihre Sprache. Sie lehnt die Werte der parlamentarischen Demokratie und universeller Menschenrechte ab und strebt eine rechtsgerichtete autoritäre Diktatur an.

Rechtspopulismus ist eher eine politische Strategie als eine konkrete Ideologie. Aber auch seine Aktivisten vertreten autoritäre Politikkonzepte und radikale Lösungen und sehen sich als Anwälte der „Kleinen Leute“ gegen die Regierung. Menschenwürde und der Schutz von Minderheiten spielen bei ihnen ebenso wenig eine Rolle wie bei den Extremen.

Besonders anfällig für rechtes Gedankengut sind mittelalte Männer, wobei es ein deutliches Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland gibt, aber auch zwischen strukturschwachen ländlichen Gebieten und Städten mit intakter Infrastruktur. Überall, wo sich Menschen wirtschaftlich-sozial und/oder kulturell abgehängt und von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen, bieten rechte Gruppierungen ein Sammelbecken für alle Unzufriedenen und vermeintlich einfache Lösungen für alle Probleme. Individuelle Freiheiten sowie Meinungs- und Pressefreiheit werden dabei auf dem Altar der „Volksgemeinschaft“ geopfert. Gewalt, verbal und auch körperlich, gegen Andersdenkende ist als politisches Mittel akzeptiert.

Schael bezog sich in seinen Ausführungen auf die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die alle zwei Jahre rechtsextreme und demokratiefeindliche Einstellungen in Deutschland untersucht und in seinen neuesten Umfragen zu dem erschreckenden Ergebnis kommt, dass im Bundesdurchschnitt 8 Prozent der Bevölkerung eine rechtsextreme Orientierung haben. Antidemokratische und völkische Positionen sind auf dem Vormarsch, Teile der gesellschaftlichen Mitte distanzieren sich von der Demokratie und haben das Vertrauen in funktionierende Institutionen verloren. Diese Entwicklung gebietet konsequentes Handeln, nicht nur von der Politik, sondern auch aus der Gesellschaft selbst, so Martin Schulz, Vorsitzender der FES bei der Vorstellung der Studie. Alle demokratischen Kräfte sind gefordert, sich klar von menschenfeindlichen Positionen zu distanzieren.