SPD Östringen

Östringen, Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg: Wir sind vor Ort. Wir sind für Sie da.

Mit den Rothäuten auf der Pirsch

Mit den Rothäuten auf der Pirsch

Drei große und 14 kleine Freizeit-Indianer*innen trafen sich am 25. August zum Ferienprogramm im Lager bei der Odenheimer Grillhütte, um gemeinsam zu basteln und zu spielen.

Nachdem sich alle Kinder indianische Namen ausgesucht hatten, konnten „Schneller Hase“ und „Verwirrter Biber“ mit Silke Bott Stoffbeutel bemalen oder sich Stirnbänder gestalten. Dabei entstanden wunderschöne Kunstwerke. Andere Kinder spielten im Wald und bauten in Eigenregie eine Hütte.

Nach einem kurzen Imbiss ging es gemeinsam auf den Erlebnispfad, auf dem eine Reihe von Überraschungen die Kinder erwartete. Angelika Heim hatte an verschiedenen Stationen Zettel mit Aufgaben verteilt. So mussten die kleinen Rothäute sich gegenseitig mit verbundenen Augen über Hindernisse führen, einen steilen Weg ohne Hilfe der Hände hinaufkraxeln, gingen  am „Silberberg“ und in der „Schlangengrube“ auf Schatzsuche und bewiesen ihren Mut bei der Begegnung mit Brennnesseln und wilden Tieren wie Eichhörnchen oder Salamandern. Am Ziel der Route, dem Siegfriedsbrunnen, durften die Jäger und Sammler in der „Heiligen Quelle“ nach Goldnuggets suchen und bewiesen ihre Geschicklichkeit beim Weitergeben von wassergefüllten Bechern.

Am Siegfriedsbrunnen wartete die Squaw „Flinke Zunge“ – die designierte Landtagskandidatin Alexandra Nohl - auf die Kinder und las ihnen einige Geschichten über den Alltag von Indianerkindern vor. Anschließend ging es zurück ins Basislager zum Picknick. Abschluss und Höhepunkt war das Eintreffen von Gabriele Pichlau mit einer Kühltasche voll leckerem Eis. Der Ruf „Eis für alle“ trieb die kleinen Rothäute aus allen Winkeln zurück ins Lager, wo sie von ihren Angehörigen wieder eingefangen werden konnten. Der Tag hat allen Kindern und Mitwirkenden großen Spaß gemacht.

Neza Yildirim als Bundestagskandidatin nominiert

Am 14. Juli waren die SPD-Mitglieder des „Spargelwahlkreises“ Bruchsal-Schwetzingen aufgerufen zu bestimmen, wer bei der Bundestagswahl im September 2021 die SPD vertreten soll. Zur Wahl standen die Juristin Neza Yildirim aus Schwetzingen, die zum zweiten Mal kandidiert, und der Lehrer Fabian Verch aus Bruchsal. Beide hatten bei der Nominierungskonferenz in Kronau jeweils 15 Minuten Zeit ihre politischen Schwerpunkte und Ziele zu präsentieren. Dabei kristallisierte sich heraus, dass Neza nach der Pandemie nicht weitermachen will wie bisher, sondern einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer solidarischen Gemeinschaft anstrebt.

Mit überwältigender Mehrheit konnte sich Neza Yildirim mit 126 zu 45 Stimmen gegen Fabian Verch durchsetzen. Damit ist ihr eine breite Unterstützung im Wahlkreis und in den Ortsvereinen sicher. Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf und interessante Veranstaltungen mit Neza. Sie hat in den vergangenen vier Jahren gezeigt, dass sie in den Ortsvereinen präsent und keine „Eintagsfliege“ ist.

Weitere Informationen über Neza findet ihr hier.

Internationaler Frauentag - SPD Treffen im Café Borrelli

Anlässlich des Weltfrauentags am 8.März kamen auf Einladung der SPD drei Generationen von Frauen im Café Borrelli zusammen, um über die Situation von Frauen zu sprechen und dabei einen gemütlichen Kaffee zu genießen.

Birgit Michaelsen nutzte die Gelegenheit und gab einen ausführlichen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Frauenbewegung sowie des Frauenwahlrechts.  

Die SPD war die einzige Partei, die das Frauenwahlrecht in ihrem Programm hatte und immer wieder entsprechende Anträge im Reichstag einbrachte. Auf dem Parteitag 1891 nahm die SPD neben der Forderung des Frauenwahlrechts auch die Abschaffung aller Gesetze die Frauen benachteiligten in ihr Parteiprogramm auf.

Obwohl die Frauen in den Fabriken schufteten, durften sie bis 1919 nicht wählen, bis 1908 keiner Partei beitreten, sie konnten über das von ihnen verdiente Geld nicht verfügen und sie hatten kein Recht auf Bildung. Erst die Weimarer Verfassung ermöglichte die staatsbürgerliche Gleichstellung von Männern und Frauen. Die NS-Zeit mit dem Ideal der „Mutter“ bedeutete jedoch eine Kehrtwende.

Nach dem 2.  Weltkrieg mussten die Frauen für den heute selbstverständlichen Paragrafen im Grundgesetz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ erneut kämpfen. Die Realität gestaltete sich jedoch so, dass bis 1958 der Ehemann das alleinige Bestimmungsrecht über Frau und Kinder hatte. Auch wenn er seiner Frau erlaubte zu arbeiten, verwaltete er ihren Lohn. Dies änderte sich erst schrittweise. Ohne Zustimmung des Mannes durften Frauen noch bis 1962 kein eigenes Bankkonto eröffnen. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war und ist eine der größten Herausforderungen. Frauen, die in den 50er und 60er Jahren arbeiten gingen, mussten sich oft dem Vorwurf der „Rabenmutter“ stellen. Frauen der späteren Generation wurden belächelt, wenn sie „nur“ Hausfrau waren.

Einig waren sich die anwesenden Frauen, dass es nach wie vor an gesellschaftlicher Wertschätzung für die Arbeit der Frauen mangelt. Sie haben die größten Einbußen im Bereich der Lohn- und Lebensqualität hinzunehmen. Der Teufelskreis von Teilzeit, Niedriglohn, und Altersarmut ist eine Aufgabe, der sich alle politisch Verantwortlichen stellen müssen. 

(H. Wolf-Pfeifer)

Unser Treffen zum Frauentag scheint eine Ewigkeit her zu sein. Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben lahmgelegt und damit alle für dieses Jahr geplanten Aktivitäten in Frage gestellt. Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern, dass sie die Zeit der Restriktionen gut überstehen. Unsere Jusos bieten ihre Hilfe beim Einkaufen an für alle, die selbst das Haus nicht verlassen können oder dürfen. Informationen finden Sie unter www.oestringen.de

Bitte schützen Sie sich und andere und bleiben Sie gesund!

Einkaufsaktion der Juso AG Östringen

Wir helfen hilfsbedürftigen Menschen aus der Risikogruppe bei Einkäufen um zu verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Dabei halten wir spezielle Hygiene Maßnahmen ein um keine Gefahr für beispielsweise ältere Menschen darzustellen. An öffentlichen Orten der Gemeinde liegen Flyer mit genauer Anleitung und Kontaktdaten aus. Wir sind dabei auch auf euch angewiesen. Ihr habt Hilfsbedürftige, in eurem Umfeld? Vermittelt sie an uns weiter. Ihr wollt mithelfen? Meldet euch bei uns per PN, Email: jusosoestringen@gmail.com oder per Tel.: 01573 8917037 bei unserem Vorsitzenden Viktor Ebinger, vielen Dank.

Hier findet Ihr den Flyer und die Einkaufsliste.

Politischer Stammtisch der SPD Östringen

Politischer Stammtisch der SPD zu der Frage: Wie Algorithmen uns und die politische Meinung beeinflussen

Wer kennt es nicht: Als Konsument interessiere ich mich im Internet für ein Produkt, recherchiere und informiere mich. Kurz darauf erhalte ich jede Menge weitere Empfehlungen/Angebote zu diesem Produkttyp, ohne irgendetwas dafür getan zu haben. Hier sind sogenannte Empfehlungsalgorithmen am Werk.

Wie das geht und worum es sich dabei handelt war Teil eines sehr beeindruckenden Vortrags von unserem SPD-Mitglied Silke Bott, die aus Sicht der Mathematikerin und basierend auf einer Informationsbroschüre des Landes Bayern die interessierten Zuhörer im Restaurant Vogelpark informierte.

Algorithmen sind programmierte Handlungsanweisungen die Inhalte sortieren und das (Klick-)Verhalten von uns Menschen analysieren, beispielsweise wie lange wir auf einer Seite verweilen, wie lange wir brauchen um einen Text zu lesen, welche Länge dieser hat etc. Aus diesen Daten werden weitere Daten und Informationen erstellt, d.h. Algorithmen lernen und entwickeln sich auch weiter. Man spricht dann von Künstlicher Intelligenz (KI).

KI wird heutzutage schon viel eingesetzt z.B. auch bei der Bewerberauswahl von vielen großen Unternehmen, die ihre Bewerbungen damit schon vorsortieren. Oft wissen die Bewerber das nicht und auch die Kriterien für die Vorauswahl sind nicht transparent. Manchmal genügt schon ein Stichwort, das das System nicht kennt, um jemanden auszusortieren. In ihren Ausführungen machte Silke Bott deutlich, dass ein Algorithmus letztlich nur so gut wie der Entwickler sein kann.

Waren die Google Suchalgorithmen anfangs neutral, so werden heute zunehmend sogenannte Linkfarmen angelegt. Linkfarmen sind Webseiten die nur den Zweck erfüllen, Verknüpfungen (Links) zu anderen Webseiten bereitzustellen und diese werden damit in ihrer Wichtigkeit besonders hervorgehoben während andere herunterfallen.

Problematisch sind ebenfalls die sogenannten Filterblasen. Hierbei versuchen Webseiten algorithmisch vorauszusagen, welche Informationen der Nutzer finden möchte und isolieren Informationen, die diesem Standpunkt nicht entsprechen. So wird der Nutzer in einer künstlichen Blase gehalten und bekommt in erster Linie das geliefert, was bestehende Ansichten bestärkt. Da für die meisten Leute gilt, dass sie am Ehesten dabei bleiben wenn starke Emotionen im Spiel sind, bekommen sie im Extremfall Hassreden, gezielte Falschinformationen oder Verschwörungstheorien präsentiert. Insbesondere rechte Gruppen sind in diesem Bereich sehr aktiv.

In der sich anschließenden lebendigen Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass das Elternhaus nach wie vor eine große Rolle bei der Medienerziehung spielt/spielen sollte. Da aber junge Menschen neben Schule/Studium/Beruf durchschnittlich ca. 4 Stunden täglich die neuen Medien nutzen, bedarf es einem Mehr an Aufklärung und Medienkompetenz. Junge Menschen brauchen Unterstützung bei der Erziehung zum mündigen Bürger. Die Informationssuche muss über mehrere Informationsquellen stattfinden. Hier sind auch die Parteien gefragt auf allen Kanälen aktiv zu sein, um Filterblasen entgegen zu wirken. (WP)