Einstimmig nominieren die SPD-Mitglieder den 49-Jährigen zum Landtagskandidaten
Mit Markus Rupp als Kandidaten zieht die SPD im Wahlkreis Bruchsal in den Landtagswahlkampf. Beachtlich dabei sowohl das Ergebnis wie die Kulisse. Ohne Gegenstimme, ohne Enthaltung votierten die Parteimitglieder einstimmig für den langjährigen Bürgermeister von Gondelsheim und Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion. Mit einiger Verzögerung hatte die Nominierungsveranstaltung begonnen. Grund dafür war der große Besucherzuspruch, der deutlich über dem der Versammlungen in den beiden anderen Wahlkreisen des Landkreises lag. Über 100 Mitglieder und Interessierte fanden sich letztlich ein im Vereinsheim des FC Odenheim.
Vor denen gab sich der 49-Jährige überaus kämpferisch: „Seit dem Eintritt in die SPD 1991 habe ich keine Wahl verloren.“ Diese Serie wolle und werde er verteidigen. Soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Kompetenz und Bildung bezeichnete der frisch gekürte Landtagskandidat als die wichtigsten Themen dabei. Zudem machte er deutlich, dass nun eine elfmonatige Kampagne bis zum Wahlsonntag beginne. „Als alter Handballer weiß ich, einer alleine gewinnt nie. Erfolg ist Teamsache.“ Deshalb rief er alle Mitglieder auf, gemeinsam für die sozialdemokratischen Anliegen zu werben: „Dann können wir am 13. März auch gemeinsam die Sektkorken knallen lassen.“
Denn zu verteidigen gebe es einiges - die Regierungsverantwortung in Stuttgart, das Mandat im Wahlkreis Bruchsal. Letzteres hat noch Walter Heiler inne. Der nicht mehr kandidierende Oberbürgermeister von Waghäusel hinterlasse ein gute bestelltes Feld, einen gut aufgestellten Wahlkreis. „Einer der Gründe, mich hier im Wahlkreis Bruchsal um das Landtagsmandat zu bewerben. Am Wichtigsten war mir aber, dass ich im Vorfeld von so vielen zu diesem Schritt motiviert worden bin.“ Gemeinsam mit der Ersatzkandidatin Saskia Heiler, gemeinsam mit den Mitgliedern gelte es nun eine breite Bewegung zu schaffen.
Insgesamt animierte der „Neue“ die Genossen und Genossinnen, mehr über die eigenen Erfolge zu reden. „Von denen gibt es viele.“ Als Beispiel nannte er den Mindestlohn, der Deutschland gerechter gemacht hat, ohne Vollzeitarbeitsplätze zu vernichten. „Wir machen die Arbeit und Merkel profitiert davon.“ Nicht anders die Situation im Land. „Die SPD und ihre Minister lösten die Verkrustungen von 60 Jahren schwarzer Dominanz. Die öffentliche Wahrnehmung aber ist auf den grünen Ministerpräsidenten fokussiert.“ Kinderbetreuung, Schulpolitik, die Stärke der Wirtschaft – alles sozialdemokratische Erfolge im Land, für die andere gefeiert werden. Deshalb plädiert er dafür, das eigene, das sozialdemokratische Profil deutlich zu schärfen und verweist auf die jüngste Wahl in Hamburg. Die habe zweierlei gezeigt: „Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftskompetenz sind kein Widerspruch, im Gegenteil, und die SPD ist weiterhin eine Volkspartei.“
Das gelte es nun auch im Südwesten unter Beweis zu stellen. Die Voraussetzungen dafür seien hervorragend. „Wirtschaftliche Stärke und sozialer Zusammenhalt sind inzwischen die Markenzeichen von Baden-Württemberg – dank der SPD.“ Eine boomende Wirtschaft, die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa, Investitionen in den Breitbandausbau, überall sei die sozialdemokratische Handschrift zu spüren. Und von wegen, die SPD könne nicht mit Geld umgehen: „Wir haben geschafft, was keinem CDU-Finanzminister in der Geschichte des Landes gelungen ist. Drei Mal in Folge schwarze Zahlen zu schreiben und einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen.“ Thema Bildung: „Die Landesregierung hat für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in vier Jahren mehr erreicht als die CDU zuvor in 58 Jahren.“ Als Beispiel nannte er das Betreuungsangebot für die Unter-Dreijährigen. Unter der vorherigen Regierung war das Land Schlusslicht beim Betreuungsangebot für die Kleinkinder in Deutschland. Jetzt ist Baden-Württemberg Spitzenreiter bei der Betreuungsqualität und liegt auf Platz zwei bei der Zahl der Betreuungsplätze. „Das ist die Handschrift der SPD. Das ist Familienpolitik im 21. Jahrhundert.“ Gemeinschaftsschule, Schulsozialarbeit, Bildung insgesamt – überall der gleiche Befund. Für die Fortsetzung dieser Politik lohne es sich zu kämpfen und dafür, dass aus Grün-Rot zukünftig Rot-Grün werde. „Rot tut dem Land gut. Ein sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter tut dem Wahlkreis Bruchsal gut.“
Nachdem auf der Brenzbahnstrecke wiederholt Probleme aufgetreten waren, die hauptsächlich mit der unzureichenden Bereitstellung von Wagenmaterial durch die Deutsche Bahn verursacht wurden, hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete und Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Andreas Stoch, sowohl an seinen Kabinettskollegen, Verkehrsminister Winfried Hermann, als auch an den zuständigen Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Eckart Fricke, gewandt und um eine baldige Lösung gebeten.
Nominierung des Landtagskandidaten im Landtagswahlkreis Bruchsal
Die Mitgliederversammlung zur Aufstellung unseres Landtagskandidaten sowie des Ersatzbewerbers für die Landtagswahl nächstes Jahr im Landtagswahlkreis 29 Bruchsal findet in Odenheim statt.
Im Mittelpunkt der Nominierungskonferenz steht also die Wahl des Nachfolgers für unseren langjährigen Abgeordneten Walter Heiler, der nach seiner souveränen Wiederwahl als Oberbürgermeister der Stadt Waghäusel nicht mehr für den Landtag kandidieren wird. Insofern heißt es an diesem Abend ein bisschen Abschied nehmen von Walter Heiler als Landtagsabgeordneten.
Als Kandidat für die SPD tritt bei der Konferenz der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp an, der auch als Vorsitzende der SPD- Kreistagfraktion im Landkreis Karlsruhe bestens mit den Themen der Gemeinden in unserer Region vertraut ist.
Als Ersatzbewerberin wird die 32-jährige Saskia Heiler kandidieren, die in ihrer Heimatgemeinde Waghäusel- Kirrlach kommunalpolitisch aktiv ist.
Die Konferenz findet statt
am: Donnerstag, 23. April 2015
um: 19.30 Uhr
im: Clubhaus des FC Odenheim, Felsenkeller 12.
Zu dieser Konferenz sind alle Mitglieder der SPD in der Stadt herzlich eingeladen und zur Stimmabgabe aufgerufen.
Darüber hinaus sind alle politisch interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt herzlich bei der Versammlung willkommen, die unsere Vorstellungen für eine gute Politik, insbesondere für eine gute Landespolitik, kennenlernen wollen.
Gerd Rinck
Ortsvereinsvorsitzender
