
In diesem Jahr gedenken wir als SPD „Stadt Östringen“ des 100. Geburtstags einer bemerkenswerten Frau, Maria Rinck, die nicht nur als erste Kommunalpolitikerin in Odenheim Geschichte schrieb, sondern auch ein leuchtendes Beispiel für soziale Verantwortung und unermüdliches Engagement darstellt. Maria Rincks Geburtstag war der 19. Dezember 1924, ihr ganzer Lebensweg ist geprägt von Herausforderungen, doch ihre positive Grundhaltung und ihr unerschütterlicher Glaube an das Gute im Menschen haben sie stets geleitet, in ihrem Privatleben wie auch in ihrem politischen Engagement.
Ursprünglich von der SPD auf den letzten Listenplatz gesetzt, trat sie als Gegenkandidatin zu einer CDU-Bewerberin an. Trotz dieser ungünstigen Ausgangsposition wurde sie direkt gewählt und trat 1972 ihr Amt im Kommunalparlament von Odenheim an. Nach der Gemeindereform zog sie als eine der ersten Frauen auch in den Gemeinderat der Stadt Östringen ein. Trotzdem sie im Jahr 1972 sehr schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste, bewahrte sie sich ihre positive Einstellung – sowohl in ihrem politischen Wirken als auch in ihrem privaten Leben. Als Mutter stand Maria Rinck ihren Kindern stets stark zur Seite und vermittelte ihnen Werte wie Solidarität und Empathie. Ihre innere Haltung als Sozialdemokratin war nicht nur politischer Natur; sie lebte diese Prinzipien einer sozialen Lebenseinstellung in ihrem Alltag. Ihr Engagement für die Gemeinschaft und ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit sind bis heute unvergessen.

Im Jahr 1999 wurde sie anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Ortsvereins zum Ehrenmitglied der SPD ernannt. Die Ehrung wurde von der damaligen Landesvorsitzenden Ute Vogt überreicht und würdigte ihr Eintreten für die sozialdemokratischen Werte in allen Lebensbereichen. Maria Rincks politisches und soziales Engagement sollte uns Frauen in der SPD, aber auch unabhängig aller Parteiarbeit Frauen allgemein im Leben, als Beispiel und Ansporn dienen. Sie hat gezeigt, dass es möglich ist, trotz aller Widrigkeiten einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben. Ihr Lebenswerk erinnert uns daran, dass jede Stimme zählt und dass wir alle die Kraft haben, Veränderungen herbeizuführen – sei es in der Politik oder im täglichen Miteinander.
F. Hamann