"Bleiben und kämpfen" heißt ihr Motto

Veröffentlicht am 23.09.2016 in Pressemitteilungen

Leni Breymaier (Foto: Waidelich/Redaktion BNN)

Hier nun der Artikel aus den BNN vom 23.09.2016 über den Besuch von Leni Breymaier bei uns in Bretten.

Bretten (wai). Die Baden-Württembergische SPD wird bei ihrem Landesparteitag am 22. Oktober eine Nachfolgerin für den bei der Landtagswahl im März gescheiterten Nils Schmid wählen. Einzige und vom Landesvorstand unterstützte Bewerberin ist die Verdi-Landesvorsitzende Leni Breimayer. Derzeit ist sie auf einer Ochsentour unterwegs im Landesverband und stellt sich den Kreisverbänden vor. Auf ihrer Tour machte sie am Mittwochabend im Kreisverband Karlsruhe halt. Bei einer Mitgliederversammlung im Foyer der Hallen im Brettener Grüner stand sie rund 60 Genossen Rede und Antwort. Kreisvorsitzender Anton Schaaf hatte sich dazu ein neues Format ausgesucht. Nicht Weisheiten vom Rednerpult aus wolle man verkünden lassen, sondern zuhören. So musste sich Leni Breymaier ohne Eingangsreferat ausschließlich Fragen von vier von Anton Schaaf ausgewählten Zuhörern stellen.

Christian Eheim machte auf die Probleme der Finanzierung der Flüchtlingsunterbringung aufmerksam. Die Gemeinden würden von der Landesregierung im Stich gelassen, beklagte der Bürgermeister aus Graben-Neudorf. Ein Thema, das auch den Sozialpädagogen Jan Jung und selbstverständlich den Koordinator der Flüchtlingshilfe Graben-Neudorf Harald Klemm beschäftigte. Gaouti Mimoune, schon vor Jahrzehnten als Flüchtling nach Deutschland gekommen, machte auf die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland aufmerksam. Ihm als langjährigem Mitglied der Sozialdemokratie sei nach der Agenda 2010 („das hat uns als Gewerkschafter zermürbt“) keine andere Möglichkeit mehr geblieben als der Austritt, worin er sich durch Münteferings Rentenreform sogar noch bestätigt sah.

Bleiben und kämpfen hieß das Motto hingegen von Leni Breimayer, die sichtlich erschüttert reagierte auf den an diesem Abend verkündeten Austritt der langjährigen Landes- und Kreisvorsitzenden der SPD-Frauen, Anette Sorg. Sie kämpfe gegen alle Widerstände für eine Politik der Europäischen Union, die das europäische Friedensversprechen ergänze mit einem sozialen Versprechen. Sie lasse sich dabei von den sozialdemokratischen Grundsätzen Freiheit, Gleichheit, Solidarität leiten.
Noch vor einem Jahr hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie den SPD-Vorsitz in Baden-Württemberg übernehmen würde. Aber jetzt habe sie Lust dazu. Leni Breimayer bat um Unterstützung der Basis genau dann auf ihrem neuen Weg, wenn „ich als von der Gewerkschaftsarbeit Geprägte Fehler machen werde“.
Anton Schaaf war nicht bange. „Du bist genau die richtige Kandidatin“, versicherte er ihr und wurde durch starken Schlussapplaus bestätigt.

 

 

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